Alufelgen versiegeln – richtig gemacht

Felgen gehören zu den relevantesten Hinguckern bei Autos. Beispielsweise Audi-Felgen werten Ihr Fahrzeug stark auf, auch wenn der Wagen schon einige Jahre auf dem Buckel hat, machen schicke Felgen auf den Reifen einiges her. Und sogar wenn der Rest des Fahrzeugs etwas dreckig aussieht, lenken saubere, gepflegte Felgen die Blicke eher dorthin.

Felgen benötigen daher auch eine ordentliche Pflege. Dafür bieten sich eine richtige Versiegelung an, um die Felgen zumindest eine gewisse Zeit vor Schmutz schützen zu können. Eine richtige Versiegelung verhindert auch das Angreifen von Nässe und Streusalz im Winter, welche Räder und Felgen oft angreifen. Wie Sie Ihre Reifen am besten versiegeln und welche Fehler Sie dabei vermeiden sollten, erfahren Sie hier.

Was ist eine Felgen Versiegelung und wie funktioniert diese?

Im Grunde ist das Prinzip der Versiegelung einfach erklärt. Bei einer Versiegelung, etwa durch Sprühwachs, wird eine Schutzschicht aufgetragen, die einen Oberflächenfilm auf Alu und blanken Teilen der Felge bzw. des Rates bildet und damit die Felge quasi imprägniert. Auch kleine Risse oder Kratzer werden dabei versiegelt und geschützt.

Wie lang hält die Versieglung?

Pauschal kann diese Frage schwer beantwortet werden, da Häufigkeit von Fahren, Straßenmaterial etc. eine wesentliche Rolle spielen. Als Faustregel gilt: bei einmaligem Auftragen der Schicht hält die Versieglung etwa 4 Monate, bei zweifacher Durchführung (siehe unten) eine ganze Saison, bei bestimmten Wachssorten – weiter unten mehr dazu – bis zu einem Jahr.

Hinweise zur richtigen Versiegelung – Schritt 1: Reinigung

Bevor Sie die Felgen ordnungsgemäß versiegeln, sollten Sie die Felgen gründlich reinigen. Ausführliche Tipps und Hinweise dazu finden Sie in anderen Ratgeber-Artikeln über die richtige Reifen-Pflege.
Montieren Sie die Felgen ab, um auch an tiefer liegende Schichten zur Reinigung und Versiegelung zu gelangen. Grundlegend sollte beim Reinigen Straßenschmutz, Schlammreste, Streusalz etc. mit warmen Wasser und Seife entfernt werden. Benutzen Sie notfalls Felgenreiniger, verzichten Sie jedoch unbedingt auf säurehaltige Reinigungsmittel, wie manchmal empfohlen wird.

Hinweise zur richtigen Versiegelung – Schritt 2: Felgen entfetten

Vor einer Versiegelung sollten Sie die Felgen entfetten. Grund dafür ist eine bessere Haftung des Versieglungsmaterials, denn so perlt die Versiegelung nicht so schnell ab. Dabei gibt es zahlreiche Produkte im Handel, möglich ist auch ein Silikonentferner.
Geheimtipp: Um die teuren Reiniger zu sparen, können Sie auch Isopropanalkohol mit Wasser mischen, etwa im Verhältnis Hälfe/Hälfte. Sprühen Sie diese Lösung gleichmäßig, nicht zu viel, auf Ihre Felgen auf. Anschließend wischen Sie die Schicht mit einem Mikrofasertuch sorgfältig ab. Dieses Vorgehen ist ebenso wirkungsvoll wie Flüssigreiniger.

Hinweise zur richtigen Versiegelung – Schritt 3: Wachs richtig auftragen

Nun folgt das Auftragen des Felgenwachses als Versieglungsmaterial. Bei der Auswahl des richtigen Felgenwachses können Sie nicht viel falsch machen, da sich die Inhaltsstoffe nicht besonders unterscheiden – Ausnahmen sind im nächsten Abschnitt aufgeführt. Jedoch sollten Sie beim Kauf von Versieglungswachs unbedingt auf folgende Punkte achten:

Auswahl des Felgenwachses – Worauf Sie achten sollten

  1. Zunächst sollten Sie darauf achten, dass Ihr Felgenwachs eine hohe Hitzeresistenz aufweist. Der Grund dafür ist, dass sich bei den erwärmten Felgen, insbesondere im Sommer, der Wachs verflüssigen und schneller mit Dreck auf der Straße verbinden kann. Damit verunreinigen Ihre Felgen schneller.
  2. Verwenden Sie auf keinen Fall Carnaubawachs! Denn insbesondere dieses hat eine geringe Hitzebeständigkeit und ist bekannt dafür, sehr schnell Partikel des Bremsstaubes anzuziehen und sich hartnäckig daran festzusetzen.
  3. Normalerweise nehmen sich, wie oben beschrieben, Versieglungswachse nicht sonderlich viel. Jedoch halten Silizium- und Quarz-Versiegelungen wesentlich länger als handelsübliche Wachse. Die Nachteile sind erheblich höhere Preise und komplizierte Handhabung, zumal diese Stoffe gesundheitsschädlich sind. Sie sind daher nur Fortgeschrittenen zu empfehlen.

Es gibt Versieglungsmaterial zum Auftragen oder Aufsprühen. Egal, für welches Sie sich entscheiden, wichtig ist die Auftragung des Versieglungsmaterials in zwei Schichten. Dazu gleich mehr.
Reiben Sie den aufzutragenden Versieglungswachs mit einem Schwamm gleichmäßig ein. Flüssigwachs sprühen Sie so auf, dass der ganze Felgen mit einer regelmäßigen Schicht benetzt ist. Lassen Sie den Felgen nun mindestens eine halbe Stunde tocknen, bzw. den Wachs einwirken. Anschließend wiederholen Sie das ganze Vorgehen in einem zweiten Durchgang.

Reifenversiegelung: Warum zwei Schichten?

Mit einer zweiten Schicht werden zuvor nicht abgedeckte Stellen versiegelt. Denn selbst sorgfältigem Vorgehen im ersten Durchgang werden alle Stellen nicht gleichmäßig versiegelt, ähnlich wie beim Streichen einer Wand. Auch erhöht sich die Versieglungszeit in erheblichem Maße, wenn eine zweite Schicht aufgetragen wird.